Strompreis-Zusammensetzung: woraus die Kilowattstunde besteht

Der Rechner zerlegt jede Viertelstunde in Börsenpreis und feste Bestandteile. Wählen Sie Ihr Bundesland und Ihre Gemeindegröße.

Tag

Mittel 2025 laut Bundesnetzagentur, Ihr Netzbetreiber steht auf der Rechnung

Aus Ihrem Vertrag (ohne Grundgebühr)

Durchschnitt 24. Oktober 2026

24,2 ct/kWh

Endpreis, Deutschland

Tagesmittel Endpreis24,2 ct/kWh
Günstigste Stunde (14:00)20,6 ct/kWh
Teuerste Stunde (19:00)32,4 ct/kWh
Börsenpreis Tagesmittel3,0 ct/kWh
Negative Viertelstunden0

Methode und Quellen der Berechnung

00:0003:0006:0009:0012:0015:0018:0021:0033,8 ct/kWh
Jeder Balken = eine Viertelstunde, Endpreis mit Ihren Angaben
Alle Stunden als Tabelle
StundeBörseEndpreis
00:002,8 ct/kWh24,0 ct/kWh
01:002,8 ct/kWh24,0 ct/kWh
02:002,1 ct/kWh23,1 ct/kWh
03:002,1 ct/kWh23,1 ct/kWh
04:002,0 ct/kWh23,0 ct/kWh
05:002,1 ct/kWh23,1 ct/kWh
06:002,1 ct/kWh23,1 ct/kWh
07:003,3 ct/kWh24,5 ct/kWh
08:004,5 ct/kWh26,0 ct/kWh
09:004,3 ct/kWh25,8 ct/kWh
10:002,9 ct/kWh24,1 ct/kWh
11:001,1 ct/kWh21,9 ct/kWh
12:000,3 ct/kWh21,0 ct/kWh
13:000,0 ct/kWh20,6 ct/kWh
14:000,0 ct/kWh20,6 ct/kWh
15:000,4 ct/kWh21,1 ct/kWh
16:001,9 ct/kWh22,8 ct/kWh
17:005,0 ct/kWh26,5 ct/kWh
18:009,6 ct/kWh32,0 ct/kWh
19:009,9 ct/kWh32,4 ct/kWh
20:005,8 ct/kWh27,5 ct/kWh
21:003,0 ct/kWh24,2 ct/kWh
22:002,8 ct/kWh23,9 ct/kWh
23:001,3 ct/kWh22,2 ct/kWh

Börsenpreis + 0,00 ct Aufschlag + 10,72 ct Netzentgelt + Stromsteuer 2,05 ct + Umlagen 2,946 ct + Konzessionsabgabe, darauf 19 % Umsatzsteuer. Grundgebühr und Messstellenbetrieb nicht enthalten.

Neuester Preistag: 25. Oktober 2026. Day-Ahead-Großhandelspreise: Bundesnetzagentur | SMARD.de (CC BY 4.0), abgerufen am 24. Oktober 2026. Berechnung: Radif Partners

Der Strompreis eines deutschen Haushalts setzt sich aus einem schwankenden und mehreren festen Teilen zusammen. Schwankend ist nur der Energiepreis, also der Börsenpreis plus der Aufschlag des Anbieters. Fest je Kilowattstunde sind das Netzentgelt (im Bundesmittel 2025 10,72 ct/kWh netto), die Stromsteuer von 2,05 ct/kWh nach § 3 Stromsteuergesetz, die drei Umlagen von zusammen 2,946 ct/kWh und die Konzessionsabgabe an die Gemeinde, für Tarifkunden zwischen 1,32 ct/kWh und 2,39 ct/kWh je nach Einwohnerzahl. Auf die Summe kommen 19 % Umsatzsteuer. Beim mittleren Börsenpreis der letzten 30 Tage, 15,52 ct/kWh, machen die festen Teile ohne Umsatzsteuer 17,31 ct/kWh aus und der Börsenpreis 47 % des Nettopreises; mit Umsatzsteuer und ohne Anbieteraufschlag ergibt das 39,06 ct/kWh. Dazu kommen Grundgebühr und Messstellenbetrieb als feste Beträge im Jahr, die nicht von der Kilowattstunde abhängen. Weil die festen Teile so groß sind, verändert selbst ein Börsenpreis von null den Endpreis nur um einen Teil.

Geprüft von Radif Partners · Redaktionelle Grundsätze · Methode und Quellen

Jeder Bestandteil mit Quelle

Börsenmittel 26. September 2026 bis 25. Oktober 2026, Gemeinde bis 100.000 Einwohner
Bestandteilct/kWhQuelle
Börsenpreis (Mittel letzte 30 Tage)15,52 ct/kWhSMARD
Aufschlag des Anbieterslaut VertragIhr Vertrag
Netzentgelt (Bundesmittel 2025)10,72 ct/kWhMonitoringbericht
Stromsteuer2,05 ct/kWh§ 3 StromStG
KWKG-Umlage0,446 ct/kWhÜNB 2026
Offshore-Netzumlage0,941 ct/kWhÜNB 2026
Aufschlag besondere Netznutzung1,559 ct/kWhÜNB 2026
Konzessionsabgabe (bis 100.000 Einwohner)1,59 ct/kWh§ 2 KAV
Umsatzsteuer 19 %6,24 ct/kWh§ 12 UStG
Endpreis ohne Aufschlag39,06 ct/kWh

Die Umlagen gelten für Letztverbraucher bis 1 Gigawattstunde im Jahr (Kategorie A). Die Konzessionsabgabe ist der Höchstbetrag für Tarifkunden; viele Gemeinden verlangen ihn, einige weniger. Für Strom in Schwachlastzeiten sieht die Verordnung einen niedrigeren Satz vor, der bei Haushalten mit Nachtspeicher oder Wärmepumpentarif gelten kann.

Netzentgelt nach Bundesland

Mittelwerte für Haushaltskunden laut Monitoringbericht 2025, einschließlich umgelegtem Grundpreis
BundeslandNetzentgelt netto 2025Endpreis ohne Aufschlag
Hamburg14,17 ct/kWh43,2 ct/kWh
Baden-Württemberg11,71 ct/kWh40,2 ct/kWh
Rheinland-Pfalz11,70 ct/kWh40,2 ct/kWh
Saarland11,21 ct/kWh39,6 ct/kWh
Nordrhein-Westfalen11,19 ct/kWh39,6 ct/kWh
Berlin10,87 ct/kWh39,2 ct/kWh
Hessen10,77 ct/kWh39,1 ct/kWh
Schleswig-Holstein10,58 ct/kWh38,9 ct/kWh
Brandenburg10,28 ct/kWh38,5 ct/kWh
Sachsen-Anhalt10,27 ct/kWh38,5 ct/kWh
Niedersachsen9,82 ct/kWh38,0 ct/kWh
Bayern9,74 ct/kWh37,9 ct/kWh
Sachsen9,71 ct/kWh37,9 ct/kWh
Thüringen9,69 ct/kWh37,8 ct/kWh
Mecklenburg-Vorpommern9,31 ct/kWh37,4 ct/kWh
Bremen7,96 ct/kWh35,8 ct/kWh

Die Mittelwerte stammen aus dem Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt: Monitoringbericht 2025, Tabelle 25 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt. Ihr eigener Netzbetreiber kann darüber oder darunter liegen; der Betrag steht auf Ihrer Jahresabrechnung und lässt sich im Rechner oben eintragen.

Was das für dynamische Tarife heißt

Weil nur der Börsenanteil schwankt, ist der Unterschied zwischen billigster und teuerster Viertelstunde für Sie genau so groß wie an der Börse, zuzüglich Umsatzsteuer. Wie viel das über einen Monat ausmacht, rechnet dynamischer Stromtarif; wann der Börsenanteil unter null fällt, zeigt negative Strompreise.

Häufige Fragen

Wer bekommt das Netzentgelt?

Der Betreiber des örtlichen Verteilnetzes, an das Ihr Haus angeschlossen ist, und über ihn die vorgelagerten Netzbetreiber bis zum Übertragungsnetz. Die Höhe genehmigt die Bundesnetzagentur oder die Landesregulierungsbehörde; sie unterscheidet sich stark von Netz zu Netz. Ihr Anbieter zieht das Entgelt mit der Stromrechnung ein und reicht es weiter, auch bei einem dynamischen Tarif.

Wofür sind die drei Umlagen auf der Stromrechnung?

Die KWKG-Umlage finanziert die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die Offshore-Netzumlage die Anbindung der Windparks auf See, und der Aufschlag für besondere Netznutzung gleicht Netzentgeltrabatte für stromintensive Betriebe aus. Die Übertragungsnetzbetreiber legen die Sätze jedes Jahr im Oktober für das Folgejahr fest. Die frühere EEG-Umlage gibt es seit Juli 2022 nicht mehr.

Warum ist das Netzentgelt im Norden oft anders als im Süden?

Weil Netzbetreiber ihre Kosten auf die Kunden in ihrem Gebiet umlegen: dünn besiedelte Regionen mit viel Leitung je Einwohner und hohem Ausbau für Wind- und Solaranlagen hatten lange höhere Entgelte. Seit 2025 verteilt die Bundesnetzagentur einen Teil dieser Mehrkosten bundesweit. Die Tabelle zeigt die Mittelwerte 2025 je Land aus dem Monitoringbericht.

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Quellen

Geschrieben von

Herausgeber von Rechnern zum Börsenstrompreis je Viertelstunde in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien und Polen

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