Dynamischer Stromtarif: rechnet er sich gegen Ihren Festpreis?
Tragen Sie Jahresverbrauch und heutigen Arbeitspreis ein: der Rechner legt Ihren Verbrauch auf jede Viertelstunde der letzten 30 Tage.
Letzte 30 Tage: dynamisch teurer um
8,05 €
für 247 kWh in diesem Zeitraum
| Dynamisch, Kosten | 102,24 € |
| Festpreis, Kosten | 94,19 € |
| Mittlerer dynamischer Endpreis | 41,5 ct/kWh |
| Aufs Jahr gerechnet (wenn es so bliebe) | +98 € |
Grundgebühren und feste Kosten sind nicht enthalten, weil sie in beiden Verträgen anfallen. Die letzten 30 Tage sind keine Vorhersage: Winter und Sommer unterscheiden sich stark.
Börsenpreis + 2,00 ct Aufschlag + 10,72 ct Netzentgelt + Stromsteuer 2,05 ct + Umlagen 2,946 ct + Konzessionsabgabe, darauf 19 % Umsatzsteuer. Grundgebühr und Messstellenbetrieb nicht enthalten.
Neuester Preistag: 25. Oktober 2026. Day-Ahead-Großhandelspreise: Bundesnetzagentur | SMARD.de (CC BY 4.0), abgerufen am 24. Oktober 2026. Berechnung: Radif Partners
Ein dynamischer Stromtarif rechnet jede Kilowattstunde zum Börsenpreis der Viertelstunde ab, in der Sie sie verbrauchen, plus Aufschlag des Anbieters, Netzentgelt, Stromsteuer, Umlagen, Konzessionsabgabe und Umsatzsteuer. Seit dem 1. Januar 2025 muss jeder Lieferant in Deutschland einen solchen Tarif anbieten, wenn der Kunde ein intelligentes Messsystem hat (§ 41a Energiewirtschaftsgesetz). Ob er sich lohnt, hängt weniger vom Börsenpreis ab als davon, wann Sie Strom brauchen. Auf den Preisen vom 26. September 2026 bis 25. Oktober 2026, mit 3.000 kWh im Jahr, dem Bundesmittel des Netzentgelts und einem angenommenen Aufschlag von 2 ct, lag der mittlere Endpreis bei gleichmäßigem Verbrauch bei 41,5 ct/kWh gegenüber 38,20 ct/kWh beim Festpreis eines Lieferanten außerhalb der Grundversorgung (Monitoringbericht, April 2025). Wer vor allem abends verbraucht, zahlte 43,6 ct/kWh, wer nachts lädt, 40,7 ct/kWh. Die tägliche Spanne zwischen billigster und teuerster Viertelstunde lag in diesen Tagen im Mittel bei 17,6 ct/kWh.
Geprüft von Radif Partners · Redaktionelle Grundsätze · Methode und Quellen
Vier Verbrauchsprofile auf denselben 30 Tagen
| Profil (Beispiel) | Mittlerer Endpreis | Aufs Jahr gegen Festpreis |
|---|---|---|
| Gleichmäßig | 41,46 ct/kWh | +98 € |
| Vor allem abends | 43,59 ct/kWh | +162 € |
| Vor allem nachts | 40,65 ct/kWh | +74 € |
| Vor allem mittags | 38,93 ct/kWh | +22 € |
Die Profile sind Beispiele, keine Messungen: „abends“ legt dreimal so viel Verbrauch auf 17 bis 22 Uhr wie auf den Tag, „nachts“ den größten Teil vor 6 Uhr, wie bei einem Auto, das über Nacht lädt. Die Hochrechnung aufs Jahr wiederholt einfach diese 30 Tage; ein Winter mit wenig Wind und Sonne sieht anders aus. Grundgebühr und Messstellenbetrieb stehen in beiden Verträgen und fehlen deshalb im Vergleich.
Was im dynamischen Preis steckt
Nur der Börsenanteil schwankt. Netzentgelt, Stromsteuer von 2,05 ct/kWh, Umlagen und Konzessionsabgabe sind je Kilowattstunde fest, und auf alles kommt die Umsatzsteuer. Bei einem Börsenpreis von null zahlen Sie also immer noch deutlich über 20 Cent. Das ist der Grund, warum negative Börsenpreise den Endpreis fast nie unter null drücken. Wie sich der feste Teil zusammensetzt, zeigt Strompreis-Zusammensetzung.
Was der Monitoringbericht sagt
Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt nennen im Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt: Monitoringbericht 2025, Tabelle 25 für 2025 einen Modellpreis von 36,30 ct/kWh für dynamische Tarife und 36,90 ct/kWh für Neukundenverträge, jeweils mit Grundgebühr und Steuern. Der Abstand ist im Jahresmittel klein; groß wird er erst, wenn Sie Verbrauch gezielt verschieben. Die Pflicht zum Angebot steht in Energiewirtschaftsgesetz § 41a: dynamische Stromtarife.
So nutzen Sie den Rechner
Jahresverbrauch und Arbeitspreis stehen auf Ihrer letzten Jahresabrechnung. Unter „Tarif des dynamischen Vertrags“ tragen Sie den Aufschlag ein, den der Anbieter auf den Börsenpreis legt, und Ihr Bundesland für das Netzentgelt. Welche Stunden Sie verschieben könnten, zeigen günstigste Stunde und E-Auto laden.